Chaosfasten – Woche 1 und 2

Tag 1 – Mittwoch

Ok, heute soll meine Fastenaktion losgehen. Eigentlich sollte ich heute den allermeisten Schwung haben, aber außer den alltäglichen Aufgaben schaffe ich nur, mein Thema zu verfestigen und die Bücher heraus zu kramen, die ich vor ein paar Wochen schon aussortiert habe.

Babysachen vorbereiten lief dagegen besser. Ich war beim Informationsabend der Stadt Leipzig, der vierteljährlich stattfindet und wo man neben Behördeninfos auch jede Menge Stände zum Abklappern hat. Spucktuch, Brotbüchse und Schnuller: Check…. hoffentlich grabe ich mir damit nicht selber eine Grube. Ich wollte doch ausmisten.

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Tag 2 – Donnerstag

Ich erstelle bei Facebook ein „Frühjahrsputz-Fotoalbum“ und biete die aussortierten Bücher Freunden kostenlos an. Nützt ja nichts, wenn man es nur raussucht, muss ja auch weg.

Theoretisch müsste die Zeit bis Ostern fast ausreichen, wenn ich mich jede Woche in ein anderes Ausmist-Zimmer stürze. Los geht’s mit dem Kinderzimmer. Da klappt unser Ordnungssystem ja sowieso schon gut. Was leichtes für den Anfang sozusagen ;-)

Die Kommode mit den Klamotten wird oben ausgeräumt fürs Baby und die beiden Fächer unten sortiere ich nochmal durch für die zwei Großen. Dann ist der Kleiderschrank dran, aber so viele Kleider hängen hier gar nicht, stattdessen wird hier Bettwäsche, Handtücher und – im Schubfach unten – Spielzeug aufbewahrt. Immerhin finde ich dabei gleich unserer Babybadewanne wieder und räume sie voll mit Sachen, die meiner Meinung nach weg können. Zum Schluss richte ich in meinem Bücherregal im Wohnzimmer hinter der Kinderküche noch ein Fach mit den schon lange aufgehobenen Kaufmannsladensachen ein. Ist zwar nur eine Sparvariante, aber immerhin.

Abends sind wir alle zusammen noch im Baumarkt und holen endlich die Schrauben für die Aufhänger für die Kinderküche, ein Brett, damit unser Sparkaufmannsladen nach hinten geschlossen werden kann und Farbteststreifen. Wir wollen seit Ewigkeiten endlich mal die Wände ausbessern, aber mit Praktiker verschwand auch unsere Standardfarbe vom Markt.

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Tag 3- Freitag

Nachdem ich erst einmal ewig unterwegs war, gehe ich es langsamer an. Zuerst den ganzen Schwung neuer aussortierter Sachen online stellen. Dann weiter im Kinderzimmer: ich sortiere die restlichen Spielzeugkisten noch sortenrein und reinige, was mir an dreckigen Sachen ins Auge fällt. Danach noch Fenster außen putzen und erst einmal Pause. Innen putze ich nachmittag mit der Großen zusammen. Außerdem helfen mir die Kinder beim Bücher aussortieren. Wir haben einfach zu viele und ich ärgere mich jeden Tag, wenn ich das Kinderzimmer aufräume, weil ich nicht weiß wohin damit. Doch jetzt passt alles rein: Die beiden durften sich jeweils abwechselnd ein Buch aussuchen, das unbedingt ins Regalfach muss, bis es voll war. Dann hab ich den Rest Bücher einkassiert. Aus den Augen, aus dem Sinn. ;-)

Tag 4 – Samstag

Das Bücherregal im Wohnzimmer entstaube ich noch schnell, bevor es für mich  eine Stunde lang heißt: Die Arbeit ruft. Die Kinderzimmergardinen drehen zusammen mit unseren Sofakissenhüllen eine Runde in der Waschmaschine. Heute ist so schönes Wetter, da trocknet dann alles bestimmt wahnsinnig schnell. Sebastian hat schon mal die Kisten mit Babyklamotten und Babyzubehör aus dem Keller geschleppt. Die sortiere ich mit der Großen zusammen und wir staunen, wie klein die Anziehsachen sind und wie groß sie mittlerweile ist.

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Sonntag ist übrigens Ruhetag ;-)

Woche 2 läuft schleppend in Sachen Frühjahrsputz und Chaosfasten. Aber immerhin: die halbe Woche lang bin ich mit der Großen bei einem Kompakt-Sportkurs, von dem ich euch bald berichten werde und am Samstag war ich bei einer Fortbildung. Auch was, was mich irgendwie verändert hat :-).

Auf eine interessante Sache bin ich aber dennoch gestoßen: Ziele scheitern oft daran, dass man zu viele davon hat und zu wenig Zeit und Energie alle umzusetzen, so dass am Ende eher gar nichts wird. Man solle sich also eine Liste mit 25 Zielen setzen. Dann sollte man einige Zeit darüber nachdenken und solange welche aussortieren bis nur noch fünf bestehen bleiben. Und dann mit aller Kraft diese wenigen umsetzen und die restlichen 20 vollkommen ignorieren. Gehört, getan. Meine Liste steht: Frühjahrsputz ist auch mit drauf.

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Chaosfasten oder so ähnlich

Und schon ist er da, der 1.März. Dieses Jahr sowohl Beginn der Fastenzeit als auch Startschuss für meine persönliche Frühjahrsputzaktion. Es fällt mir momentan gar nicht so leicht, eine verünftige, schwangerenfreundliche Fastenform zu finden, die mir – und das ist ja irgendwie die Hauptsache- hilft, näher zu mir selbst und damit auch zu Gott zu kommen. Irgendwie habe ich den Anspruch, dass mein Leben zu Ostern verändert ist, auch wenn nur ein ganz kleines bisschen.

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Ordnung und System im Kinderzimmer

Wer Kinder hat, kennt das: Irgendwie häuft sich Spielzeug in ungeahnten Mengen an. Geburtstage, Mitbringsel aus dem Urlaub, Feste, … und so kommt eins zum Anderen. Aus jeder Ritze scheint Spielzeug hervorkriechen und man stellt sich so langsam die Frage, ob sich Playmobilfiguren vielleicht doch vermehren können und weshalb gerade das Zimmer der eigenen Kinder wie ein Magnet für Bausteine, Ü-Ei- Figuren und Bügelperlen wirkt. Das Chaos ist vorprogrammiert.

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