18 Monate

Wahnsinn. Mein eben noch kleines Baby ist nun schon anderthalb Jahre alt. Es kommt einem vor wie ein einziger Augenblick. Ich habe beschlossen, die Beiträge über das Leben der Kleinen nun mehr zu strecken. Ab jetzt soll es nicht mehr monatlich, sondern im Zwei-Monats-Rhythmus etwas zu berichten geben. Ihre Entwicklung geht zwar rasant weiter, aber das „Grobe“ ist geschafft und ich weiß, dass ich viel von dem „Feinen“, was da gerade entsteht, gar nicht mitbekomme in dem ganzen Alltagstrubel. Auch die spezifische Einteilung in thematische Bereiche wird sich nun immer mehr auflösen. Ganz einfach, weil es dort an vielen Stellen nicht mehr viel zu sagen gibt.

Sie läuft. Sie rennt. Sie lacht. Sie tanzt. Immer ein kleiner Sonnenschein. Manchmal mit einem ziemlich starken Willen. Ihre Geschwister verschaffen sich immer noch regelmäßig Ruhe, indem sie einfach die Zimmertüren vor ihr schließen, um dann mal ganz ungestört spielen zu können. Noa findet das allerdings gar nicht lustig und reagiert darauf mit Protest. Als Eltern kann man beide Seiten verstehen: die Kleine, die einfach nur mitten drin sein will, und die Großen, die mal Eisenbahn ohne Tornado-Schwester spielen wollen.

Die Tornado-Schwester wird gefürchtet und geliebt.

Die Kleine schleppt mit Liebe alles herum, was sie in die Hände bekommt und was interessant wirkt: Wäsche aus dem Wäschekorb, Spielzeug aus allen möglichen Regalen, Dosen aus der Küche,… . Keine Ahnung wie viel Zeit ich darin investiere, alle verschleppten Dinge wieder zurück zu tragen. Das klappt nämlich noch nicht sonderlich gut. Aber bleiben wir optimistisch. Außer bei Müll. Mülltrennung beherrscht sie besser als ihre großen Geschwister. Warum auch immer.

Die Zeit vor Weihnachten war allerdings beruflich ziemlich anstrengend. Ich hatte irgendwie den Moment verpasst, an dem ich schon mal hätte vorarbeiten können, weil ja irgendwie klar war, das alles auf den einen großen Tag hin läuft. Nun ja, im nächsten Jahr. (Fast) alle Weihnachtsgeschenke waren trotzdem rechtzeitig besorgt und dass ich den einen Schwibbogen erst an Heilig Abend fand und unser Tannenbaum – unser erster übrigens – erst ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag leuchtete, ist, glaube ich, vertretbar. Nächstes Jahr muss ich die Sachen dann ja auch nicht mehr in Umzugskisten suchen.

Meine Babyzeichenspracheversuche habe ich im Stress der letzten Zeit gänzlich aufgegeben, aber plötzlich zeigte sie vor ein paar Tagen das Zeichen für „Vogel“ und machte gleich noch die entsprechenden Tierlaute dazu. Irgendwas scheint also doch hängen geblieben zu sein. Ich denke, sie nutzt die Zeichen so wenig, weil sie eigene, sehr erfolgreiche Methoden gefunden hat. Für das Wichtigste kennt sie die Wörter und wenn sie etwas will, aber nicht erreichen kann, nimmt sie einen Erwachsenen an die Hand, führt ihn hin und zeigt so lange schimpfend darauf, bis man das Richtige erwischt hat. Einfach, aber effektiv.

Das Schlafen klappt. Außer bei Erkältungen. Ich hasse es, wenn sie husten muss. Dann schläft keiner von uns. Stillen fordert sie immer noch vehement ein, aber es geht zu Ende. Mitte Dezember dachte ich schon mal kurz, das war es, aber nein.

Malen macht Spaß.

Mit zwei großen Geschwistern ist man mit Spielzeug gut versorgt. Mal macht sie dies, mal das. Es sieht so wahnsinnig niedlich aus, wenn sie auf dem Bauch liegt, in einer Hand einen Stift, und auf einem Stück Papier malt. Das macht sie gern. Zu Weihnachten gab es für sie einen Regenbogen aus Holz und ein Sticker-Buch für Kleinkinder. Falls es ihr gefällt, stelle ich es demnächst einmal hier im Blog vor. Insgesamt war Weihnachten schön. Die Große hatte spontan ihre erste Rolle im Krippenspiel und rätselt mit ihrem Bruder, wer sich hinter dem Weihnachtsmann wirklich verbirgt. Noa hingegen riss mit Vorliebe alle Geschenke auf, die sie nur finden konnte. Ich habe dieses Jahr kein einziges selber auspacken dürfen.

Sie läuft und läuft. Oft brauche ich deswegen keine Trage und kein Tuch. Und den Kinderwagen hatte ich seit Monaten nicht mehr in der Hand. Papa nutzt ihn gelegentlich zum Einkaufen. Allerdings sind unsere Wege auch oft kurz, so dass sie sie gut bewältigen kann. In die Kita geht sie immer noch gerne. Und sie mag Hunde. Wenn wir unterwegs irgendwo einen sehen, bleibt sie stehen, streckt aufgeregt ihr Ärmchen aus und ruft juchzend „Wauwau“.

Außerdem waren wir beim Zahnarzt zur Kontrolle. Sie hat den Mund nur von Weitem aufgemacht, aber da sie ihre zehn Zähnchen gerne putzt, sind wir so davon gekommen.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s