Produkttest: „Blocky Mountains“ von Noris

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Wandern, Klettern und Bergsteigen um gemeinsam ein Ziel zu erreichen, sind nicht unbedingt Dinge, die man mit seinen heimischen vier Wänden in Verbindung bringen würde. Vielmehr denke ich hierbei an unseren Sommerurlaub in Tirol. Doch mit dem Geschicklichkeitsspiel „Blocky Mountains“ von der Firma Noris, haben wir vielleicht nicht nur einen tollen Weihnachtsgeschenktip gefunden, sondern auch ein Gesellschaftsspiel, das über die üblichen Brettspiele hinaus geht und besonders durch seine Vielseitigkeit überzeugt. 

Zunächst aber erst einmal ganz von Anfang an:
Das Spiel kommt in einer sehr stabil wirkenden Pappschachtel, die schon auf den ersten Blick erahnen lässt, dass es hier um mehr als Würfeln, Kartenlegen und Männlein verschieben geht. Beim Blick hinein findet man als erstes ein Spielbrett, die Spielanleitung, einen großen Stapel Karten, vier Spielfiguren, einige Spielchips, zwei Stäbe mit Haken, ein kleines Seil, ein Männlein und einen Bär mit einer Öse am Kopf und zwölf Bauklötze aus Holz. Wir waren positiv überrascht, wie hochwertig alles verarbeitet ist. Ich muss zugeben: ich liebe Holz als Grundstoff für Spielzeug sehr und war daher sofort begeistert.

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Gerhard Junker, der Autor des Spieles, entwickelte seine Idee im Kinderzimmer mit seiner Tochter. Aus ganz klassischen Bausteinen entwickelten die beiden im Spiel Parcours, die mit Plastefiguren durchquert wurden.

Das Grundprinzip des Spieles ist eigentlich immer gleich: man zieht eine Karte, baut den entsprechenden Parcour nach und versucht ihn mit Hilfe der Männchen zu überwinden. Am Ende jeder Runde muss der blaue Spielstein erobert werden. Das klingt vielleicht nicht sehr vielseitig, aber es täuscht.

Zum Einstieg gibt es einen Grundkurs, bei dem man die wichtigsten Regeln spielerisch lern, ohne lange in der Spielanleitung blättern zu müssen. Gerade für die jüngeren Mitspieler und als Start reicht das schon völlig. Hat man fleißig geübt und fühlt sich fit genug, gibt es wiederum zwei Spielvarianten: entweder man spielt gegeneinander (kompetitiv) oder man spielt miteinander (kooperativ). Es gibt 72 verschiedene Spielkarten und demzufolge genauso viele Routen in ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die den echten Bergsteigerouten nachempfunden sind (blau = Anfänger; rot = Fortgeschrittene und schwarz = Experten). Oft gibt es aber auch noch die Möglichkeit, die Route extra schwieriger zu bauen um sich Zusatz-Eichhörnchen zu verdienen, die einem helfen können, falls es mal nicht beim ersten Versuch klappt.

Blocky Mountains erfordert auf alle Fälle eine ruhige Hand. Die Altersempfehlung liegt bei 5 Jahren. Auch wir würden das als minimales Mindestalter empfehlen. Jüngeren Kindern fehlt es dann doch teilweise an feinmotorischen Fähigkeiten und Geduld. Dafür macht das Spiel bis ins Erwachsenenalter Spaß ohne zu Unterfordern. Ich muss gestehen, dass ich an den schwarzen Routen manchmal ganz schön am Haareraufen war, aber dafür ist das Glücksgefühl umso größer, wenn man es doch endlich geschafft hat. Unsere Kinder waren auf alle Fälle begeistert und schleppten das Spiel in letzter Zeit sehr häufig aus dem Spieleregal. Gerade für Kinder, die viel mit Holzspielzeug und in Kontakt mit Montessoripädagogik aufwachsen, ist es eine Überlegung wert. Schon alleine das Aufbauen der Parcoure hat uns allen viel Spaß gemacht und gleichzeitig ganz nebenbei das räumliche Vorstellungsvermögen geschult. Blocky Mountains ist so gesehen in vielerlei Hinsicht auch noch pädagogisch wertvoll: Auge-Hand-Koordination, Feinmotorik, Geduld, Frustrationstoleranz, Teamgeist und vieles mehr wird ganz nebenbei verbessert.

 

Spielen kann man alleine oder in einer Gruppe von bis zu vier Personen. Ich könnte es mir aber auch für einen Einstieg in der Arbeit mit größeren Gruppen gut vorstellen.

Das einzige Manko für uns ist, dass es nicht so hochkonzentriert Spannung verursacht, wie wir es in unserer Gesellschaft häufig gewöhnt sind. Es dauert etwas bis das Spiel seinen Reiz für den Einzelnen ausstrahlt. Und gerade, wenn man mit vielen jungen Kindern spielt, die viel Zeit brauchen um eine einzelne Runde zu meistern, kann es für die Mitspieler, die gerade nichts zu tun haben, leicht langweilig werden, bis man selber wieder sein Können unter Beweis stellen muss.

Preislich ist es absolut angemessen.


Hersteller: Noris 

Preis: zwischen 26 und 30 Euro (Stand November 2018) 

Punkte: 4,8/5

Ein tolles und außerdem pädagogisch wertvolles Spiel für die kommenden kälteren Herbst- und Wintertage. Sicher auch gut für die Arbeit mit größeren Gruppen im Bereich der Teambildung geeignet. Sehr gut verarbeitet und einen großen Pluspunkt gibt es für die Materialauswahl und das niedliche Design. 


*Noris hat uns das Spiel kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung ist davon unabhängig.

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