16 Monate

Es ist viel passiert. Ich habe mein Examen bestanden und einen Job bekommen. Wir haben die alte Wohnung gekündigt, eine neue gesucht, sind umgezogen, haben Sebastian einen neuen Job gesucht und neue Kitaplätze für alle und tausend andere Dinge versucht zu ordnen, die mit dem ganzen hin und her zu tun hatten. Jetzt entspannt sich die Lage laaaangsam etwas. Wir kommen Stück für Stück in der neuen Stadt an.

Familie

Die Großen hauen gerade häufig mal die Kinderzimmertür zu um in Ruhe spielen zu können, denn das Babymädchen (das ja gar kein Baby mehr ist, wie mir eben wieder bewusst wird) ist nicht mehr zu halten. Sie kommt überall ran. Nur an die Türklinke nicht. Letztens hab ich sie auf einem Stapel aus fünf Umzugskartons, ähm Bananenkisten, erwischt, weil sie es megalustig fand sich einen Hocker davor zu schieben und dann daran hochzuklettern. Für uns andere ist das manchmal nicht so einfach, das was uns wichtig ist in einer Verwüstungsspur durch die Wohnung wiederzufinden. Aber sie lernt ja noch… .

Ansonsten herrscht ziemlich entspannte Stimmung, wenn wir Erwachsenen nicht gerade heftig über die Neuverteilung von Haushalt und Beruf diskutieren. Für mich ist es auch noch ungewohnt ganz unterschiedlich und manchmal etwas unberechenbar außer Haus zu sein. Bisher gehörte mein Terminkalender mir, aber jetzt richte ich mich viel mehr nach Terminen, die von außerhalb kommen.

Entwicklung

Noas Entwicklung schreitet gut voran. :-) Sie ist einfach ein tolles Mädchen. Sehr lernbegierig, meist freundlich und gut gelaunt, manchmal auch nicht, dann ist sie eher durchsetzungsfähig, aber wie sollte es bei zwei größeren Geschwistern auch anders sein.

Sie läuft und rennt und klettert. Aktuell versucht sie Roller zu fahren, was aber sehr zu ihrem Unmut scheitert. Wenn ich da bin, lasse ich sie sich drauf stellen und schiebe sie durch den Hof, dann juchzt sie vor Freude. Mit Vorliebe sammelt sie aktuell auch Blätter und Kastanien und was der Herbst noch zu bieten hat. Alle drei schleppen taschenvoll Zeug in die Wohnung.

Sprachlich kommt sie ganz gut mit einigen Hauptwörtern klar. Mama und Papa sind hier die Favoriten. Aber sie kann auch schon einige Tierlaute. Die große Sprachexplosion steht uns aber noch bevor. Leider hat sie bisher auch meine Babyzeichenspracheversuche ignoriert. Sie winkt und schüttelt den Kopf, aber ansonsten scheint sie das nicht sonderlich zu interessieren, so dass ich es auch ziemlich schleifen lasse. Ein Negativ-Kreislauf.

Ach und sie hat acht Zähne. :-)

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Schlafen

Tut sie gut, wenn der Papa sie ins Bett bringt. Ich kann es gar nicht und benötige locker eine anderthalbe Stunde für das Prozedere, weil sie schreit wie am Spieß sobald ich mich nur zentimeterweise von ihr entferne. Aber damit sind unsere Rollen abends gleich verteilt, was ziemlich praktisch ist, weil ich abends häufig noch mal unterwegs bin zu Veranstaltungen. Mittagsschlaf ist so lala. In der Woche braucht sie ihn definitiv, am Wochenende versucht sie sich manchmal ringsherum zu mogeln. Definitiv kein Viel-Schlaf-Kind. Leider.

Ernährung

Was will ich groß sagen? Klappt. Sie wird immer besser mit Gabel und Löffel. Heute hat sie sogar Suppe gegessen. Einzig Nervendes: wenn sie satt ist, versucht sie energisch mich zu füttern. Bei Suppe ist das eine ganz schlechte Idee. Muss dann mal noch die Küche putzen. :-(

Ach und tatsächlich stillen wir noch immer. Ich hätte nicht gedacht, dass wir durch die harte Zeit jetzt kommen. Seit Anfang September war ich eine Woche weg – zwei Wochen da – eine Woche weg – anderthalb Wochen da- fünf Tage weg – drei Tage da – zwei Tage weg. Puh. Immer im Gepäck: die Milchpumpe, wenn es mir zu „viel“ wird, aber nicht um es in Gang zu halten. Und das Kind? Verzichtet wenn ich weg bin komplett und macht dafür genau dort weiter, wo wir aufgehört haben, sobald ich wieder daheim bin. Ich hatte im Vorfeld recherchiert, aber keinen so krassen Fall gefunden, wie bei uns. Also macht euch locker, wenn ihr Angst vor dem Wiedereinstieg in den Beruf und Stillen habt. Es kann klappen. ;-)

Spielen

Ihr Spiel ist gerade so vielseitig, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Sie mag es draußen zu sein und Blätter zu sammeln. Lego Duplo und ihr neuer Kletterbogen sind auch sehr beliebt. Sie versucht Bilder zu malen und letztens hat sie versucht mit dem Tiptoi andere Bücher anzuhören. XD Am allerliebsten schleppt sie irgendwas hin und her und räumt Kisten aus, wenn sie sich nicht selber hineinsetzt.

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Unterwegs

Auf dem kurzen Weg zur Kita nehme ich einen Sling von Little Frog, sonst fällt einem ja der Arm ab. Sie läuft auch gerne. Bloß nicht zuverlässig in die Richtung und mit der Geschwindigkeit, die ich gerne hätte. Gerade bei matschigem Wetter und einem Wutausbruch auf dem Weg wahrlich wunderbar. *Schlammiges Kind unter den Arm klemme*

Was sonst noch so passiert ist

Das Nicht-mehr-für-mich-aber-dennoch-Babymädchen ist Kitakind. Und das völlig unkompliziert. Ich hatte sonst was für Horrorvorstellungen, wie ich mein anhängliches Mamakind an fremde Leute abgeben soll, aber ich bringe sie hin, ziehe sie dort um und gehe mit ihr zur Gruppentür. Dort lässt sie meine Hand los und geht – ohne sich noch einmal umzusehen – davon. Um mir dann beim Abholen wieder in die Arme gerannt zu kommen. Perfekt. Ich hoffe, es hält an.

Und ihr Geburtstagsgeschenk kam nun tatsächlich auch. Der Holzkletterbogen in Pikler-Art ist da und wurde von allen drei Kindern sofort in Besitz genommen. :-) Ich sollte wohl dringend die Weihnachtsgeschenke klären, wenn das wieder so lange dauert.

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